Das ist der Inhalt:

  • Holzkohlegrill, Gasgrill oder Elektrogrill (und ein bisschen Equipment)
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  • Direktes und indirektes Grillen
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  • Griller’s little Helpers: die Basic-Grillausrüstung (Das brauchst du wirklich!)
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  • So machst du den Grill heiß!
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  • Grillgut – Wie du Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse grillst
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  • Grillgut – extrem gut (r)eingelegt: Rubs und Marinaden
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  • Mist, voll vergrillt! 7 Fehler, die du beim Grillen vermeiden solltest (unbedingt)
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  • Smoker, Kontaktgrill, Dutch Oven, Beefer
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  • Das ist der Inhalt:
  • Holzkohlegrill, Gasgrill oder Elektrogrill
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  • Direktes und indirektes Grillen
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  • Basic-Grillausrüstung
  • |
  • Grill anzünden
  • |
  • Grillgut
  • |
  • Rubs und Marinaden
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  • 7 Grill-Fehler
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  • Smoker, Kontaktgrill, Dutch Oven, Beefer
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SO GEHT GRILLEN!

Das ist der Inhalt:

  • Holzkohlegrill, Gasgrill oder Elektrogrill (und ein bisschen Equipment)
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  • Direktes und indirektes Grillen
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  • Griller’s little Helpers: die Basic-Grillausrüstung (Das brauchst du wirklich!)
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  • Grillgut – Wie du Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse grillst
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  • Grillgut – extrem gut (r)eingelegt: Rubs und Marinaden
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  • Holzkohlegrill, Gasgrill oder Elektrogrill
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Yippi Yippi Yeah! Hier findest du das Wichtigste zum Thema Grillen. Weil du ein echter Kenner bist. Oder einer werden willst (Ja, willst du!)

Die Grillsaison ist eröffnet! Und du bist mächtig on fire. ENDLICH. WIEDER. GRILLEN. Ab nach draußen, Flamme an und los geht’s. Denn das Schöne am Grillen ist: Es ist gar nicht schwer. Und auch ohne High-End-Geräte sind die Ergebnisse gut. (Und mit diesen Grilltipps sogar der Hammer!)


Aber du weißt auch: Besser wird’s, wenn man weiß, wie es richtig geht. Was tun? Du kannst jetzt zwei Regale Bücher lesen (vielleicht sogar drei), die jahrhundertealten Weisheiten tibetischer Grillmönche erlernen – oder dich einfach auf das Wesentliche beim Grillen konzentrieren. Und das steht hier. Das Wichtigste zum Thema Grillen.

 

Die Grill-Gretchenfrage: Wie hältst du’s mit dem Feuer? Holzkohlegrill, Gasgrill oder Elektrogrill (und ein bisschen Equipment)

Womit willst du deinen Grill beheizen? Bereits diese – nur scheinbar – einfache Frage bringt hitzige bis feurige Grundsatzdiskussionen in Gang. Daran wollen wir uns gar nicht beteiligen. Logisch ist: Jede Grillart hat ihre Besonderheiten. Zeit für ein bisschen Klarheit inmitten von grilldunstgetränkten Rauchschwaden. Schließlich sollst du nicht nur gerne grillen (Das tust du bestimmt), sondern auch auf dem Grill, der zu dir passt. Und genau darum geht es hier!

Die gute Glut: der Holzkohlegrill


Grillen mit Holzkohle (oder Briketts) ist der absolute Klassiker: archaisch, manchmal schmutzig, die Herren des Feuers, Lagerfeuerromantik … Du kennst die Sprüche und stehst da locker drüber. Interessant ist: Es stimmt alles! Ja, es ist total urig und die Flamme ist „echt“. Wenn du das alles albern findest, dann bist du kein Kohle-Typ. Wenn das aber voll dein Ding ist, dann kannst du dich außerdem darüber freuen, dass es Kohlegrills schon für wenig Geld gibt. Zur Not geht auch der Einmalgrill von der Tankstelle. Übrigens: Fast 70 % aller Deutschen grillen mit Kohle.

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Pro: Grillen mit Holzkohle

  • Holzkohle bringt einfach mehr „grilligen“ Geschmack in alles, was du auf den Grill legst. (Das ist einfach so!)
  • Es ist echtes Feuer, das mit Geflacker und Geknister für viel mehr Grill-Feeling sorgt.
  • Wenn du richtig gut mit Holzkohle umgehen kannst, werden dich alle dafür bewundern. 
  • Grillkohle gibt es an fast jeder Tankstelle (Wenn du sonntags grillst, weißt du, was gemeint ist).
 

Contra: Grillen mit Holzkohle

  • Kohle ist nichts für Eilige: Es dauert 20–30 Minuten, bis du grillen kannst.
  • Empfindliche Nachbarn bringst du schnell durch Rauch und Geruch auf die Palme.
  • Wenn der Wind richtig heftig weht, dann hast du schnell Funken und Asche überall: auf dem Grillgut (nicht lecker), auf dem Tisch (nicht schön) oder auf deinem Gesicht (Aua!)
  • Wenn Fett auf die Glut tropft, können gesundheitsgefährdende Stoffe entstehen. 
  • Du musst den Grill gewissenhaft reinigen, damit du den Ruß nicht beim nächsten Mal mit grillst (Igitt!).
  • Du darfst meist nicht auf dem Balkon grillen. (Nachbarn. Vermieter. Verboten.)
 

Nur echt mit Dauerbrennern: der Gasgrill


„Grillen mit Gas, ist für Spießer!“ MOMENT! Das hat man früher mal gesagt (vielleicht so im letzten Jahrtausend), aber so richtig hat das damals schon nicht gestimmt. Nur knapp 11 % aller Deutschen grillen mit Gas (im BBQ-Land USA sind es etwa 30 %) – aber die Tendenz ist steigend. Denn Gasgrills (meist mit Propan- oder Butangas in Flaschen betrieben) sind in den letzten Jahren immer ausgereifter geworden: Hauben, mehrere Brenner, bessere Temperaturregelung oder automatische Zündung. Viele Gasgrills werden als Grillwagen angeboten. Je nach Modell (und Geldbeutel) kannst du deinen Grill so zur kompletten Miniküche aufrüsten.

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Pro: Grillen mit Gas

  • Du brauchst keine besonderen Anzündfähigkeiten: Wenn du einen Herd bedienen kannst, kannst du auch einen Gasgrill bedienen.
  • Du bist schneller grillbereit (und das Essen ist schneller fertig), weil Gasgrills kaum Zeit zum Vorheizen brauchen.
  • Die Temperaturregelung ist sehr variabel.
  • Bei mehreren Brennern ist das Grillen mit direkter und indirekter Hitze einfach möglich.
  • Gasgrills erzeugen weniger Rauch.
  • Meistens darfst du mit deinem Gasgrill auf dem Balkon grillen.
 

Contra: Grillen mit Gas

  • Der „grillige“ Holzkohlegeschmack fehlt (Tipp: Mit Woodchips kannst du etwas dagegen tun)
  • Gasgrills sind schwer und sperrig (mit zum Badesee nehmen – unmöglich).
  • Sie sind (meistens) teurer als Holzkohlegrills.
  • Gasgrills sind störanfälliger, weil mehr Technik drin ist (Leitungen, Ventile, Regler, Brenner).
  • Gasflaschen haben die Angewohnheit, sonntags ihren letzten Tropfen Gas zu verbrennen. (DAS IST IMMER SO! ES IST ZUM HEULEN!)
 

Mächtig unter Strom: der Elektrogrill


Du grillst gern mit Strom? Aber du sagst es lieber nicht so gern laut, weil du Angst hast, die „Profigriller“ lachen dich aus? Lass sie doch lachen, denn du bist in bester Gesellschaft. Fast 19 % der Deutschen nutzen Elektrogrills – und das sind fast immer Tischgrills. Klassisches Grill-Feeling kommt dabei vielleicht nicht so richtig auf. Dafür brauchst du nur einen Grill und eine Steckdose – schon kannst du grillen. Aber Vorsicht: Achte beim Kauf auf genügend Leistung, sonst wird der Elektrogrill nicht heiß genug – und das Fleisch wird zäh. Mindestens 2.000 Watt Leistung sollte dein Elektrogrill schon auf die Straße (sprich: auf das Grillgut) bringen, damit das Fehlen von Feuer und Flamme nicht auffällt.

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Pro: Grillen mit Elektrogrill

  • Elektrogrills sind leicht zu bedienen und die Temperatur kannst du (bei den meisten Modellen) einfach regulieren.
  • Elektrogrills sind perfekt für Spontan-Griller.
  • Du kannst wetterunabhängig grillen. Wenn es regnet (und das wird es), grillst du einfach drinnen.
  • Elektrogrills sind „nachbarschaftsfreundlich“, weil sie außer Grillgeruch und Wärme nichts verbreiten.
  • Die meisten Elektrogrills kannst du ziemlich easy reinigen. Wenn die Grillplatte eine antihaftbeschichtung hat, dann ist es sogar noch easier.
  • Du darfst auf dem Balkon grillen (kein offenes Feuer).
 

Contra: Grillen mit Elektrogrill

  • Das richtige Grill-Feeling kommt einfach nicht auf (Dagegen kann man NICHTS tun).
  • Für große Grillpartys mit vielen Gästen, musst du mehrere Elektrogrills parallel betreiben. (Kabelsalat.)
  • Große Fleischstücke kannst du auf der kleinen Grillfläche nicht grillen (Adé, Spareribs oder Pulled Pork)
  • Grillen im Park? Fehlanzeige! (Es sei denn, du hast ein seeeeeeeeeeeeeeeeehr langes Verlängerungskabel)
 

MEHR, MEHR, MEHR! Hier kriegst du sie alle!

 

Was sind direktes und indirektes Grillen?

Früher war alles einfacher. Grill an. Grillgut drauf. Warten. Wenden. Warten. Fertig. Heute ist es etwas komplizierter. Aber nicht viel. In vielen Grillrezepten liest du so etwas wie „für direktes“ oder „indirektes Grillen vorbereiten“. Was ist damit gemeint? Eine kurze Erklärung.

Direktes Grillen

Bei direkter Hitze ist es so wie früher (s. o.):

Dein Grillgut wird auf dem Rost direkt über die Wärmequelle gelegt (Glut oder Gasflamme) und dabei großer Hitze ausgesetzt.


Direkte Hitze ist perfekt für Grillgut, das schnell gar wird : Steaks, Koteletts, Fischfilets, Hähnchenbrust, Meeresfrüchte oder Gemüsescheiben.

 

Indirektes Grillen

Bei indirekter Hitze kommt dein Grillgut nicht über Glut oder Flamme. Wenn du einen Kohlegrill hast, dann musst du die Kohlen so schieben, dass sie nicht unter dem ganzen Grillrost liegen – zum Beispiel auf eine Seite („Zwei-Zonen-Glut“) oder du lässt die Mitte frei. Schlau ist es, wenn du eine Tropfschale unter dein Grillgut legst.

Bei einem Gasgrill brauchst du mindestens zwei Brenner, um mit indirekter Hitze zu grillen. Ein Brenner ist an. Das Grillgut kommt auf die andere Seite (Da, wo der Brenner aus ist). Indirekte Hitze ist besser für größere Fleischstücke, die langsam gegart werden müssen: Spareribs, Hähnchen (ganz), Braten.

 

Dein Geschmacksupgrade: Saucen, Toppings und Senf für echte Kenner!

 

Griller’s little Helpers: die Basic-Grillausrüstung (Das brauchst du wirklich!)

Hast du dir im Baumarkt deines Vertrauens mal in der Abteilung Grillzubehör umgesehen? Die Auswahl ist überwältigend. Und selbstverständlich ist ALLES davon unverzichtbar (Was für ein QUATSCH). Du brauchst nur ein bisschen Equipment. Das brauchst du dann aber wirklich.

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Du brauchst eine Grillzange

Eine richtig gute Grillzange: Robust muss sie sein und 40 cm lang, kein Labber-Ding aus dem 1-Euro-Shop. Und sie sollte gut in der Hand liegen. Das musst du einfach ausprobieren. Die Greifer sind bitte aus Edelstahl und die Zange hat Griffe aus (hitzebeständigem) Kunststoff oder Holz. Ein Feststellmechanismus ist absolut sinnvoll. Und wenn die Grillzange spülmaschinenfest ist, kann das in keinem Fall schaden. (Reine Holzzangen kannst du nehmen, wenn du Bratwürste wendest.)

Du brauchst einen Grillwender

Wie willst du sonst Burger-Pattys wenden? Das geht auch mit einer Zange (aber mehr so lala). Der richtige Grillwender ist rund 40 cm lang und aus Edelstahl mit Kunststoffgriff. Die Hebefläche sollte groß genug sein, damit du auch größeres Grillgut wenden kannst (ohne, dass etwas herunterfällt). Und schlauerweise liegt die Hebefläche tiefer als der Griff – also leicht abgewinkelt. Dann kannst du dein Grillgut besser anlupfen.

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Du brauchst Handschuhe

Ein oder zwei Grillhandschuhe sind unverzichtbar. Achte beim Kauf auf eine gute Verarbeitung. Und vor allem auf eine gute Isolierung (zum Beispiel durch Silikon) und auf Hitzebeständigkeit. Deine Finger werden dir dankbar sein.

Du brauchst einen Marinierpinsel

Weil du deine Spareribs nicht mit der Hand marinieren willst oder dein Steak nicht mit dem Löffel beölen, brauchst du einen Marinierpinsel. Früher waren das normale Küchenpinsel. Aber im 21. Jahrhundert gönnst du dir einfach mal einen Pinsel mit Silikonborsten.

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Du brauchst ein Grillthermometer

Manchmal heißen die auch Braten- oder Ofenthermometer. Völlig egal. Hauptsache ist, du kannst die Kerntemperatur des Grillguts messen. Und die Umgebungstemperatur in deinem Grill. Die gibt es digital (mit und ohne App), mit Sensoren, klassisch analog – und irgendwie mit allen Schikanen. Irgendeine Variante davon brauchst du.

Du brauchst eine Grillbürste

Ein sauberer Grill ist nicht nur ein schönerer Anblick, sondern schlicht hygienischer. Ohne eine gute Grillbürste wird’s dir schwer fallen, schwer zugängliche Stellen und Rostzwischenräume zu reinigen. Und ganz ehrlich: So oft wie DU grillst, kann man in eine vernünftige Bürste investieren, oder? Betrachte es vielleicht wie eine Autoreinigung: Nimmst du da den Mop fürs Treppenhaus? Nein? Siehste.

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Richtig unter Feuer: So machst du den Grill heiß! (Es geht um die Grilltechnik)

Den Kohlegrill anzünden


Ok, das ist wirklich nicht so kompliziert, wie ein paar „Profis“ immer gern behaupten. Schnapp dir deine Kohle, leg sie in den Grill und schichte sie zu einem Haufen. Dann nimmst du festen Grillanzünder legst ihn in den Haufen und zündest an (flüssigen Grillanzünder gießt du über den Kohlehaufen, wartest eine Minute und zündest dann an). Meistens musst du dann pusten oder wedeln. Wenn sich eine feine Ascheschicht auf der Kohle gebildet hat, kann es losgehen. Manche Kohlegrills haben einen Kohlenrost. der Effekt: Der Grill kann auch unter der Kohle Sauerstoff ansaugen. Das beschleunigt den Vorgang.

Noch besser geht es mit einem Anzündkamin: Das ist ein Metallzylinder, in den du die Kohle reinlegst. Dann zündest du in deinem Grill Zeitungspapier oder Grillanzünder an und stellst den Anzündkamin drauf. Nach 10–15 Minuten ist deine Kohle grillfertig und du kannst sie (VORSICHTIG!) in den Grill füllen.

Den Gasgrill anzünden


OK, das ist wirklich leicht – vorausgesetzt, du hast eine ausreichend gefüllte Gasflasche (Falls nicht, dann schnell los und eine kaufen. Ahhhhhh, es ist Sonntag!). Öffne den Deckel vom Gasgrill und dann das Ventil der Gasflasche. Drehe den ersten Brenner (der nächste zur Gasflasche) auf Maximum und warte ein paar Sekunden (wirklich nur ein paar), damit sich Gas sammeln kann (Pffffffff). Dann drückst du den Zünder (Krckkkk). Jetzt brennt es (Zischhhhhh). Jetzt entfachst du die anderen Brenner. Dann schließt du den Deckel und heizt deinen Grill auf die gewünschte Temperatur vor.

 
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Grillgut – extrem gut aufgelegt: Wie du Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse grillst (und das mit der Kerntemperatur steht hier auch)

Jetzt bist du ziemlich gut vorbereitet: Du kennst die richtige Technik, den richtigen Grill für dich – und die richtige Ausrüstung. Doch perfekt ist das noch nicht. Jetzt erfährst du ganz kompakt, wie du dein Grillgut grillst.

 

So grillst du Rindfleisch (vor allem Steak):


Rindfleisch grillen – das ist der Klassiker auf dem Grill. Aber nicht jedes Rindfleisch ist zum Grillen geeignet. Rinderfilet, Entrecôte, Hüftsteaks oder Hochrippe sind besonders gut. Zu mager sollte es nicht sein. Eine kleine Marmorierung ist perfekt. Das Fett am Rand solltest du aber nie abschneiden. NIE, NIE, NIE. Sonst trocknet dein Rindfleisch auf dem Grill aus.

Im Grunde ist Steak grillen ganz einfach:

1. Mach deinen Grill heiß (300–350° C)
2. Pinsele den Rost mit Öl ein.
4. Leg dein Steak auf den HEISSEN Grill.
5. Drehe die Temperatur herunter (200 ° C)
6. Wende dein Steak
7. Nimm das fertige Steak vom Grill (Garzeiten siehe unten).

Steak wird immer bei sehr hoher Temperatur angegrillt. Die Kerntemperatur sollte aber höchstens 70° C betragen. Ganz unumstritten ist das nicht, viele Griller sprechen schon bei 60° C vom Gargrad „durch“ oder „well done“.

 

So grillst du Schweinefleisch:


Schwein ist das beliebteste Grillfleisch in Deutschland. Für Grill-Anfänger ist es perfekt, weil man nichts falsch machen kann (und wenn doch, dann war es nicht so teuer wie Rindfleisch). Und wenn du kein Anfänger bist, dann freust du dich einfach nur über den guten Geschmack. Im Gegensatz zum Rindfleisch, solltest du Schweinefleisch lieber langsam und bei geringerer Hitze grillen. Sonst wird’s zäh (Bäh!) und trocken. Wichtig: Schweinefleisch musst du immer durchgaren, nie roh oder blutig essen. Aber bei einer Kerntemperatur von 65° C kannst du nichts falsch machen.

So grillst du Wild:


Wild kannst du wie Schwein oder Rind grillen. Aber Vorsicht: Es enthält meistens weniger Fett und trocknet schneller aus.

 

So grillst du Geflügel:


Geflügel schmeckt am besten, wenn du es mit der Haut grillst. Dann bleibt es nähmlich (haha, dämlich!) knuspriger und trocknet langsamer aus. Tipp: Grill dein Geflügel an der heißesten Stelle des Grills für circa 2–3 Minuten von jeder Seite. Dann grillst du es an einer weniger heißen Stelle fertig. Wegen der Salmonellengefahr musst du Geflügel immer druchgrillen.

 

So grillst du Fisch und Meeresfrüchte


Wenn du Fisch und Meeresfrüchte grillen willst, darfst du kein Grill-Grobian sein (Pfui!). Sie verlangen ein wenig Feingefühl, weil sie schnell austrocknen oder anbrennen können. Bei Holzkohle heißt das: Hänge deinen Grillrost mit großem Abstand über die Glut. Wenn es geht, dann wende dein maritimes Grillgut nur einmal. Vorher kannst du den Rost einölen, damit die Fischhaut nicht kleben bleibt. Du kannst den Fisch auch in Alufolie wickeln. Aber auch die Folie solltest du einölen (VON INNEN), sonst bleibt der Fisch daran kleben. Meeresfrüchte fallen gerne mal durch den Rost, weil sie so klein sind. Spieß sie einfach auf, dann haben sie Oberwasser.

Obst und Gemüse grillen: für die gesunde Abwechslung (Mama wäre stolz)

„Gemüse kommt mir nicht auf den Grill!“ Du kennst diesen Satz? Was für ein Quatsch – oder?! (Diese Totalverweigerer verpassen eine ganze Menge!) Paprika, Maiskolben, Kürbis, Zucchini und und und. Wie Fleisch oder Fisch kannst du Gemüse supergut marinieren – also tob dich gewürztechnisch richtig aus! Aber Achtung: Zu viel Hitze ist nicht gut für das junge Gemüse! Kartoffeln kannst du, eingewickelt in Alufolie, sogar direkt in die Glut legen (Funktioniert logischerweise eher mäßig mit einem Gasgrill). Auf jeden Fall solltest du gegrilltem Obst eine Chance geben: Ananas, Apfelringe oder auch Banane mit Honig sind die Klassiker. Noch tropischer wird es mit Melone, Papaya und Mango. Eins noch: härteres Obst solltest du lieber in einer Grillschale zubereiten.

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Wie lange noch? Die richtigen Grillzeiten finden

In dieser Tabelle findest du grobe Richtwerte für die optimale Grillzeit. Diese Zeiten können variieren, weil jeder Grill anders ist, jedes Grillgut auch – und wir nicht wissen, wie viel Wind weht (und der Fleischer hatte einen schlechten Tag und das Futter war nicht so gut und überhaupt und so weiter)

Fleischart Dicke oder
Gewicht
Zeit
(Gargrad)
Rindersteak 3 cm 8-10 Minuten (Medium)
Schweinesteak 2,5 cm 6 Minuten (Well Done)
Lammsteak 3 cm 8-10 Minuten (Medium)
Hacksteaks
(Rindfleisch)
2,5 cm 6-8 Minuten (Medium)
Hacksteaks
(Schweinefleisch)
2,5 cm 8-10 Minuten (Well Done)
Fischsteaks od.
-filets
1 cm 5-7 Minuten
Garnelen á 45 g 2-4 Minuten

Was ist die Kerntemperatur?


Kerntemperatur. Dieses Wort liest du ständig im Zusammenhang mit dem Grillen. Was bedeutet das eigentlich? Ganz einfach: Es ist die Temperatur, die dein Grillgut in der Mitte hat. Dieser Punkt ist am weitesten von der Oberfläche weg – und damit am kältesten. Das bedeutet: Du weißt, dass dein Grillgut MINDESTENS diese Temperatur hat. Das ist manchmal für den Geschmack wichtig und manchmal sagt es, ob bestimmte Bakterien schon abgetötet sind.

Grillgut – extrem gut (r)eingelegt: Rubs und Marinaden


Mit einem Gewand aus Kräutern, Öl und sonstigen Geschmacksträgern gibst du deiner Grillkunst ihren eigenen Kniff.

Marinaden: Ausmacht was drauf kommt


Ein Bad ist erfrischend. Aber ein Bad aus Öl, Säure und Kräutern? Eher nicht. Es sei denn, du bist Grillfleisch – oder willst dein Grillfleisch darin baden. Dann ist das eine Marinade, in der du dein Grillfleisch (oder -gemüse) einige Stunden ruhen lässt. Dadurch verleihst du deinem Grillgut einen ganz besonders intensiven Geschmack, und eine großartige Textur. Bei Fisch musst du aber darauf achten, dass du nicht zu viel Säure verwendest.

Rub: Die Massage für dein Lieblingsessen


Rubs sind trockene Marinaden auf Basis von zerstoßenen Gewürzen und Zucker. Am besten kannst du diese Technik bei besonders großen Teilstücken (für Pulled Pork) und Spareribs anwenden. Hier ist deine Fingerfertigkeit gefragt! Rubs werden sorgfältig in das Fleisch einmassiert. Mit der Rezeptur kannst du deiner Kreativität freien Lauf lassen. Es gibt sogar Kaffee-Rubs und sogenannte Wet-Rubs, die mit einer Gewürzpaste ihren Geschmack entfalten. Das Beste an einem Rub ist das Endresultat. Es bildet sich eine knusprige karamellisierte Schicht, die deinen Geschmackssinn auf Touren bringt.

 

Mist, voll vergrillt! 7 Fehler, die du beim Grillen vermeiden solltest (unbedingt)

Grillen ist keine Wissenschaft. Allerdings lohnt es sich, dass du dein Grillverhalten etwas unter die Lupe nimmst. Denn seit Jahrtausenden grillt der Mensch. Deshalb gibt es auch ein paar Fehler, die sich so mit der Zeit eingeschlichen haben. Zeit, dass sich ein paar davon wieder „ausschleichen“.

  1. Grober Fehler! Die Bierdusche
    Viele Leute trinken das kühle Blonde nicht nur, sondern kippen es achtlos über das zarte Fleisch. Was für eine Verschwendung! Mach das nie! Bitte nicht. Abgesehen davon, dass es eine Sünde ist, Bier so zu verschütten, es ist auch noch höchst ungesund. Wenn das Bier auf die Kohle trifft wirbelt es Aschepartikel auf und die legen sich direkt auf dein mit viel Mühe kreiertes Mahl. Es qualmt, es ist ungesund – und das Bier duscht deine Marinade ab.

  2. Augen auf beim Öl-Kauf!
    Wenn du deinem Grill zu sehr einheizt, brennt nicht nur dein Fleisch, sondern vorher auch das Öl. Wenn es zu heiß wird ist der Rauchpunkt erreicht. Wenn du vor hast mit Höllenfeuer (im Beefer zum Beispiel, siehe unten) zu arbeiten, solltest du dem Öl lieber fernbleiben. Raffiniertes Sonnenblumenöl kann zum Beispiel bis auf 210°C hochgeheizt werden, während raffiniertes Rapsöl mit 230°C einen Tick höhere Temperaturen verträgt. Allgemein gilt: unraffiniertes oder kaltgepresstes Öl hält weniger aus. Sojaöl gehört mit 235°C zu den widerstandsfähigen Öl-Sorten.

  3. Typischer Fehler! Der schnelle Snack vom Grill
    Wenn der langersehnte Geruch von frischem Grillfleisch in die Nase zieht, tun sich selbst die stärksten Griller schwer, nicht direkt das warme Steak zu vernaschen. Doch Finger weg!! Hier wird nicht direkt vom Grill gegessen. Besser schmeckt dein Steak wenn du deinen Appetit noch etwas zügelst und es kurz in Alufolie ruhen lässt (so 5–10 Minuten solltest du dich zusammenreißen können). In der Ruhephase können sich die Fleischfasern entspannen und der Fleischsaft verteilt sich gleichmäßig. HMM LECKER!

  4. Falsch gedacht! Die Gabel ersetzt niemals die Grillzange
    Eins sei gesagt. Die Grillkunst ist kein Spießrutenlauf! Wenn du nicht gerade ein Faible für Schuhsohlen hast, solltest du IMMER eine Grillzange oder einen Grillwender benutzen. Durch das Einstechen des Fleisches kann der Saft austreten und das Grillgut wird so in kürzester Zeit total trocken.

  5. Finger weg von Spiritus!
    Feuer zu machen, war ein Basic-Skill der Steinzeitmenschen. Aber schon damals wusste man: Feuer ist heiß und gefährlich. Und heute? Viele versuchen mit Benzin, Spiritus oder auch dem Hochprozentigen von der letzten Party ihren Grill anzufeuern. Achtung, hier besteht absolute Verbrennungsgefahr! Stichflammen und giftige Dämpfe sind vorprogrammiert. Rüste dich lieber mit klassischem Grillanzünder aus oder investiere in einen Anzündkamin.

  6. Niemals den direkten Weg vom Eisfach zum Grill!
    Wenn das Thermometer im Sommer über die 25° C klettert und man sich selber ein Bad aus Eiswürfeln wünscht, bekommst auch du sicherlich schnell Angst um das rohe Fleisch. Natürlich solltest du dein Steak jetzt nicht unbedingt für Stunden in die Sonne legen, allerdings sollte es vor dem Einsatz auf dem Grill Zimmertemperatur erreicht haben. Dadurch hält das Grillgut die Flüssigkeit länger und trocknet nicht so schnell aus. Mit diesem Tipp ist der saftige Genuss geradezu garantiert! Tiefkühlfleisch solltest du auch nicht direkt auf den Grill legen, sondern lieber einen Tag vorher im Kühlschrank langsam auftauen.

  7. Nicht immer die beste Idee! Wann wendest du zu oft?
    Wenn Hitze ins Spiel kommt, hast du vielleicht Angst, das Fleisch zu verbrennen. Natürlich. Trotzdem wenden viele ihr Grillgut zu häufig. Wenn das Fleisch zu oft bewegt wird, ist es oft nicht an jeder Stelle durch und durch gar. Es fehlt einfach die konstante Wärme vom Grillrost. Profis wenden ein Steak nur zwei mal. Vor dem Wenden kannst du das Steak leicht an der Seite anheben, um den Fortschritt zu beobachten. Doch nervöses, ständiges Wenden von Fleisch ist ein typischer Anfängerfehler! Besser: Schau kurz mit dem Grillwender unter dein Fleisch oder nutze ein Grillthermometer.

 

Ok, das ist echt für fortgeschrittenes Grillen: Smoker, Kontaktgrill, Dutch Oven, Beefer

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Dutch Oven: Der Feuertopf aus dem wilden Westen


Diesen gusseisernen Topf hast du hundertpro schon einmal in Filmen, wie Django Unchained & Co gesehen. Denn mit dem Dutch Oven kommt ein echtes Outdoor-Western-Feeling auf. Du kannst den runden Topf übers Lagerfeuer hängen, wenn du mit deinen Jungs und Mädels endlich mal wieder campen bist. Oder du legst die heißen Kohlen direkt auf den gewölbten Deckel. Genau wie bei deinem heißgeliebten Auto musst du auch bei dem Dutch Oven regelmäßig das Öl wechseln. Niemand mag ranziges Öl in seinem Dutch Oven.

Aber Grillen im Topf? Geht das überhaupt? Aber wie das geht! Das unscheinbare Ding ist total vielseitig. Egal ob du deine liebsten Spareribs oder ein saftiges Rumpsteak grillen willst. Und wenn du für eine große Truppe ein richtig scharfes Chili kochen möchtest, geht das auch! Nur halt nicht gleichzeitig. Du musst dich zwar etwas gedulden bis das Fleisch fertig ist, aber dann wird es nur so auf deiner Zunge zergehen. Der Feuertopf kann bis auf 200°C hoch heizen, wenn du immer fleißig Briketts oder Holz nachlegst. Schon die Cowboys im wilden Westen schwörten auf den Allrounder! Vor allem Gerichte, die du sonst im Topf kochen würdest, kommen im Dutch Oven noch besser, etwa Schmorfleisch.

Smoker: BBQ, wie wir es alle lieben

Der Gedanke an den rauchigen Geschmack eines saftigen BBQ-Steaks löst im Mund eines Grill-Kenners einen wahren Wasserfall aus. Der Smoker erinnert ein bisschen an die alte Dampf-Eisenbahn. Ein Smoker hat streng genommen gar nicht so viel mit einem Grill zu tun. Das Stichwort: indirektes Garen vom Allerfeinsten. Mit dem Smoker bist du der Held auf jeder Grillparty. Zwar musst du dich ein bisschen gedulden, bis es ans Schlemmen geht, doch das Ergebnis kann sich richtig sehen lassen. Durch die konstanten 120–180° C und die raucherzeugenden Holzchips erschaffst du den ultimativen BBQ-Geschmack. Das Fleisch sollte marmoriert sein und in großen Stücken gegart werden. Perfekt für die ganze Mannschaft! Deinen eigenen Twist bringst du mit einem würzigen Trockenrub ins Spiel. So machst du den Smoker zu deinem Klassiker! Gerade Spareribs werden im Smoker nochmal doppelt so lecker!

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Kontaktgrill: Burger-Bauer-Traum


Dieser Grill ist der Beweis, dass Grillen nicht immer nur bedeutet ein zartes Stück Fleisch zu zaubern. Du kannst alles an Essbarem zwischen die beiden Heizplatten klemmen, wonach dir gerade der Sinn steht. Von einem Cheeseburger bis hin zu frischen Gemüsestreifen oder italienischen Paninis – alles geht. Du hast gerade keine Lust lange zu warten? Deine Freunde sind hungrig eine Gefahr? Dann bist du genau der Typ für diesen Grill. Bei über 300° C zauberst du in sekundenschnelle den Burger des Jahrhunderts. Und dafür musst du nicht einmal das Haus verlassen! Der Kontaktgrill ist ein konsequenter Nicht-Raucher. So kannst du deine Lieblings-Saison des Jahres stressfrei und unkompliziert mit deinen Freunden genießen! Besonders eignet sich der Kontaktgrill für Gerichte, die von beiden Seiten direkten Kontakt mit der Hitze haben dürfen oder sollen – etwa Sandwiches (###LINK: Rezeptdetailsseite „Hähnchenbrust-Sandwich mit Tomate & Rucola vom Grill“).

Beefer: Grillst du noch oder beefst du schon?


Im Filmklassiker „Per Anhalter durch die Galaxis“ wird die Frage nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest gestellt. Die Antwort: 42. Für jeden Verehrer des Beefers wäre die magische Zahl ganz klar 800 – und zwar 800°C. Das ist die perfekte Gartemperatur für das unwiderstehliche Geschmackserlebnis! Du kannst mit dem Beefer ganz neue kulinarische Universen für dich entdecken. Der Beefer ist NEXT-LEVEL-GRILLEN und mit seinen Höllentemperaturen eine ziemlich heiße Angelegenheit. Er wird nicht mit Kohle sondern mit Gas betrieben. Lass dich nicht von dem Namen täuschen! Mit dem Beefer kannst du ein ganzes Menü auf die Beine stellen, und du musst dich nicht auf eine Fleischart beschränken. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Salat mit gefüllten Champignons als Vorspeise und einem saftigen Rumpsteak? Als Abschluss kannst du deine süße Seite zeigen und ein Crème Brûlée mit einer knusprigen Kruste vom Grill servieren. Ein komplettes Gourmet-Menü aus dem Beefer in wahnsinnig kurzer Zeit!  Auch Gerichte mit Hackfleisch werden im Beefer einfach perfekt.

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Die besten Rezepte für echte Kenner

MEHR, MEHR, MEHR! Hier kriegst du sie alle!